Globalisierung
und das Danach
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Last update: 23. August 2004
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Re-organisation des sich entbettenden, globalen
Kapitalismus
Einleitung
Seit den 70er Jahren verschenkt die Politik immer mehr und mehr Einflussmöglichkeiten
auf die Wirtschaft. Deregulierung, Flexibilisierung, Liberalisierung, Privatisierung
und Freihandel sind das neue Credo auf fast alle gesellschaftlichen Probleme.
Mehr Wettbewerb und weniger staatliche Umverteilung, damit alle mehr haben? |
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| Was ist Globalisierung? |
„In Anknüpfung an Polanyi (1978[The Great Transformation; Anm.
d. Autors]) verstehen Altvater & Mahnkopf darunter einen mehrstufigen
historischen Prozeß der Herausbildung und Entwicklung zur kapitalistischen
oder totalen Marktwirtschaft, der ‘Geld, Natur und Arbeitskraft in Waren
verwandelt und unter das Regime der Kapitalakkumulation zwingt’(Altvater
& Mahnkopf, 1997 [1996]: Grenzen der Globalisierung, S. 113).“ |
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Warum
passiert es? |
Ursachen: |
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Akteuere:
Sie vertreten nicht die Arbeitslosen und nur selten Interessen von Entwicklungsländern.
= kleine Mitschuld
Kämpfen manchmal gegeneinander, sind mit kleinen Siegen zufrieden
und sind oft auch nicht demokratisch (z.B. Greenpeace) = kleine Mitschuld
unterzeichnen internationale Verträge und lenken ständig von
ihren Handlungsmöglichkeiten ab, oft zu pragmatisch (z.B. Schröder),
große Korruptionsgefahr (z.B. Kohl) = mittlere-große Schuld
oft nur auf egoistisches Eigeninteresse orientiert (z.B. USA) = große
Schuld
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Internationale Organisationen
setzen die neoliberale Politik um (IWF, Weltbank, WTO, EU) und sind im
allgemeinen undemokratisch
= große Mitschuld
mißbrauchen ihre wirtschaftliche Macht um die Politik zu manipulieren
(z.B. ERT, Trilateral Commission)
= sehr großes Schuld (vgl. Konzern Europa, die unkontrollierte
Macht der Unternehmen)
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Niemand/jeder vs. der Kapitalismus
wir alle tuen täglich Dinge, die Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung
verursachen (z.B. nicht im Bioladen einkaufen und nicht-transfair Schoko
essen), weil uns gesellschaftliche Strukturen Grenzen setzen, die uns alternaves
Handeln zu teuer machen oder die Macht zu Veränderugen und die Verantwortung
an andere übergeben haben (Regierungen, EU, Transnationale Konzerne).
Jeder einzelne und das immer kapitalistischere System tragen die Schuld,
aber die Macht jedes einzelnen bestimmt dessen Anteil daran.
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| Wie kann mensch es erklären? |
„Solange das Gefangenendilemma in Kraft bleibt, können freilich
die Staaten im System-wettbewerb nur temporäre Vorteile gewinnen,
die alsbald wieder wegkonkurriert werden.“ (Scharpf, Fritz W. (1997): MPI-discussion
paper 97/1, S. 12)
weitere mögliche Erklärungsansätze:
Globales Marktversagen durch externe Effekte, Marktmacht oder Oligopole
Politische Ökonomie oder Neue Wirtschaftssoziologie: Markt zerstört
Sozialstrukturen (vgl. Entfremdung, Kommodifizieurng), nur Demokratie kann
gesellschaftliche Solidarität erzeugen
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| Welche Folgen ergeben sich? |
Eine der grössten Schwächen des globalen Wettbewerbs „ist
die offensichtliche Unfähigkeit, soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche
Effizienz, nachhaltige Entwicklung, politische Demokratie und kulturelle
Vielfalt in der heutigen Welt miteinander in Einklang zu bringen“
(Die Gruppe von Lissabon (1997), S. 148) |
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Positiv |
Negativ |
| Kultur |
Menschenrechte |
Vermischung, Kolonialisierung der Lebenswelt |
| Soziales und Arbeit |
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Abwärtsspirale |
| Politik |
Weltöffentlichkeit |
Wettbewerbsstaat, Demokratiedilemma |
| Wirtschaft |
‘Wohlfahrtsgewinne’ |
Oligopolisierung, globale Finanzmärkte |
| Ökologie |
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Grenzen überschritten |
FAZIT: nationale Politik < globale Wirtschaft
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Sind diese
Folgen negativ? |
Menschenrechte, Gerechtigkeitsmodelle (vgl. z. B. Rawls, John: Eine
Theorie der Gerechtigkeit), ILO-Standards, Grundgesetz Art. 20 Sozialstaatsprinzip |
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Globalisierung steht gegen eine gerechtere und
naturerhaltende Weltgesellschaft.
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| Was wäre die Antwort auf die globalen Herausforderung? |
Ausweg: Kooperatives Verhalten; Messner: „Globale Öffentliche
Güter“
Konfliktpotential: Standardisierung < Planung < reziprokes Gestalten
I. Standardisierung
1. Kapitalverkehrskontrollen (Tobinsteuer, Investitionsauflagen)
2. Ökologische und Sozialbilanzen (Bsp: Europäische Volkswirtschaftliche
Gesamtrechnung)
3. Haftungsverpflichtung für transnationale Unternehmungen
4. Globale Mindeststandards (ILO-Standards, Code of Conduct (OECD))
II. Planung
1. Ökologische Steuerreform (Umweltzertifikate; Pogge: Globale
Rohstoffdividende)
2. Nachhaltige Entwicklung (sustainable development)
III. Reziproke Gestaltung
1. Industrie- und Stragetische Handelspolitik (Bsp: Japan - Automobile,
Elektronik)
2. Globale Kartellkontrolle (Wettbewerbskommissar EU)
3. Demokratische Kontrolle von globalen Grosskonzernen (Bsp: Montanmitbestimmung)
4. Entwicklungszusammenarbeit und Umverteilung (UN-Beschluss: 0,7%
BIP)
5. Globale Politik als global goverance oder globales Regime?
Woher soll das Geld kommen?
0,8 % des Weltsozialproduktes oder 1/3 der globalen Rüstungsausgaben
würden ausreichen, um die größten Menschheitsprobleme zu
lösen.
vgl. Handout "Globale Gerechtigkeit" |
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Was sollst Du
jetzt tun? |
1. Informieren
2. Eigene Meinung bilden
3. Falls Globalisierung für die Natur und zahllose Menschen vernichtende
Folgen hat, sollte ich mich zum Handeln entscheiden und das eine Richtige
tun
=> 4. Handeln
4.1 Eigenes Handeln
Informieren (vgl. Bücherliste)
andere Informieren und über Globalisierung diskutieren
nachhaltige Konsummuster
4.2 Solidarisches und kollektives Handeln
Zusammenschließen
lokale Aktionsgruppe
nach Demos teilnehmen
politischen Druck organisieren |
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Meine weitere Arbeit zu diesem Thema
Aktionsgruppe Globale
Gerechtigkeit Regensburg
Werkraum
Politische Ökonomie
VWL-Wochenendseminare
und andere Materialien
my
book project "Globalization and beyond"
my
presentation on "Globalisierung und das Danach"
Antworten auf Globalisierung
International Forum on Globalizaiton
Vorschlag Feb 2002
Global Public Goods
Proteste
Kongresse
Rio+10 Johannesburg
Weltsozialforum
Porto Allegre
BUKO25
11. bis 13. Mai 2001
Literaturliste
Sources:
Handout
"Globalization and Beyond" (March 2001, Boulder)
Links:
Dates of
Events
Corporate Europe
Observatory Links
Turnpoint Project Links
Organization List
Sierre Student Coalition
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Biography
Bibliography
Statistics
Human Development Report
World Development
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Alternative
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Wissenschaft
Wissenschaft
und Politik Linksseite Rilling
Giddens Runaway
World Debate (not progressive)
Diverses
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Seitenanfang
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TD
Startpage
Bücherliste
**** Boxberger, Gerald, and Harald Klimenta.
1998. Die 10 Globalisierungslügen: Alternativen zur Allmacht des Marktes.
München: dtv.
beste Einführung ins Thema
*Danaher, Kevin (Ed.). 2001. Democratizing
the global economy: The battle against the world bank and the imf. Monree,
ME/ Philadelphia, PA: Common Courage Press.
*Deutschland, Kirchenamt der Evangelischen
Kirche in, and Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. 1997. Für
eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit: Wort des Rates der
Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz
zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland. Bonn.
***Kaul, Inge/ Grunberg, Isabelle/ Stern,
Marc A. (ed.). 1999. Global public goods, international cooperation in
the 21st century. New York: Oxford University Press.
sehr gute Antwort auf Globalisierung
*Kessler, Wolfgang. 1993. Die wirtschaftlichen
Probleme der Bundesrepublik und ihre Ursachen. Konstanz: Hartung-Gorre
Verlag.
Einführung in die VWL
**Korten, David C. 2001. When Corporations
Rule the World. West Hartford: Kumarian Press.
bestes populärwissenschaftliches
Buch in der USA
Lisbon, The Group of. 1995b. The Limits
of Competition. Cambridge, Massachusetts, London, England: The MIT Press.
**Lissabon, Die Gruppe von. 1995. Grenzen
des Wettbewerbs: Die Globalisierung der Wirtschaft und die Zukunft der
Menschheit. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
gute und kritische Arbeit zum Thema
****Messner, Dirk (Ed.). 1998. Die Zukunf
des Staates und der Politik: Möglichkeiten und Grenzen politischer
Steuerung in der Weltgesellschaft. Bonn: Dietz.
sehr guter Überblick über die
sozialwissenschaftliche Debatte in Deutschland zu Globalisierung
**Report, Worldwatch Institute (Ed.). 2001.
Zur Lage der Welt 2001: Prognosen für das Überleben unseres Planeten.
Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag.
sehr guter Bericht über die Zerstörung
unserer Umwelt und teilweise zu Globalisierung
***Rodrik, Dani. 1997. Has Globalization
Gone too far? Washington: Institute For International Economics.
sehr gute ökonometrische Analyse,
dass Globalisierung negative Effekte hat
*Scharpf, Fritz W. 1996. Regierung in Europa:
Effektiv und demokratisch? Frankfurt/ New York: Campus.
**Scharpf, Fritz W. 1997. “Globalisierung
als Beschränkung der Handlungsmöglichkeiten nationalstaatlicher
Politik.” Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung Diskussion
Paper 97.
public-choice Analyse zu Globalisierung
*****Scholte, Jan Aart. 2000. Globalization:
A Critical Introduction. New York: St. Martin's Press.
beste Einführung auf wissenschaftichem
Niveau zum Thema Globalisierung - ein Muss für jeden Globalisierungsinteressierten
****Sen, Amartya Kumar. 2000. Development
as freedom. New York: Knopf.
beste normative Arbeit, was Entwicklung,
Freiheit und Gerechtigkeit bedeutet